10 wichtige Regeln fürs Rodeln

Diese 10 Regeln gelten auf allen Rodelbahnen zur Sicherheit aller Beteiligten und der Vermeidung von Unfällen. Sie basieren auf den internationalen FIS-Regeln.

1 | Helmpflicht für alle Rodler*innen. Festes Schuhwerk mit gutem Profil

Laut italienischem Gesetz gilt die Helmpflicht für alle Rodler*innen. Zudem braucht es für das Rodeln geeignetes, festes, hohes Schuhwerk mit gutem Profil (keine Skischuhe, Turnschuhe oder Moonboots). Außerdem empfiehlt sich auch geeignete, winterfeste Bekleidung (keine Jeans) und möglichst auch Skibrillen für einen immer klaren Durchblick und Skihandschuhe.

2 | Rücksichtsvoll und vorausschauend fahren

Auf andere Rodler*innen Rücksicht nehmen ist für einen unfallfreien Rodelspaß sehr wichtig. Dabei gilt es auch immer nach vorne zu schauen, um für alle Vorkommnisse bereit zu sein und reagieren zu können.

3 | Geschwindigkeit und Fahrweise dem eigenen Können und den Bahnverhältnissen anpassen

Im Laufe des Winters können sich die Verhältnisse auf den Rodelbahnen immer wieder verändern. Ebenso sollten Rodler*innen nie ihr Können überschätzen. Die richtige Geschwindigkeit und eine rücksichtsvolle Fahrweise sollen an die gegebenen Bahnverhältnisse sowie an das eigene Können angepasst werden.

4 | Hinweisschilder beachten

Längs der Rodelbahnen können unterschiedliche Hinweisschilder von den Betreibern angebracht werden. Diese zu beachten, kann Unfälle verhindern. Mögliche Hinweisschilder sind: Kreuzen von Skipisten, Verbot des Rodelns auf Skipisten, Ende der Rodelbahn, Hinweis auf Gefahren usw.

5 | Nur mit angepasster Geschwindigkeit und genügend Abstand überholen – nie in Kurven

Überholen ist an übersichtlichen Stellen erlaubt, aber nur mit an die Verhältnisse und an das eigene Können angepasster Geschwindigkeit und mit Respekt für die anderen Teilnehmer*innen. Dafür soll man auch genügen Abstand halten. NIE in den Kurven überholen!

6 | Aufstieg am Rand und auf der Innenseite. In Skigebieten ist der Aufstieg zu Fuß verboten

Es gibt in Südtirol einige Rodelbahnen, deren Start man nur zu Fuß erreichen kann (z.B. Alm- und Berghütten). In diesem Fall erfolgt der Aufstieg immer am Rand der Rodelbahn und immer auf der Innenseite. Zu bemerken ist: Wo eine Rodelbahn in einem Skigebiet mit einer Aufstiegsanlage zu erreichen ist, ist der Aufstieg zu Fuß verboten, sofern nicht ein getrennter Weg zu Verfügung steht.

7 | Niemals liegend mit dem Kopf voraus rodeln. Kinder sitzen vorne auf der Rodel

Dass man beim Rodeln auch beträchtliche Geschwindigkeiten erreichen kann, ist vielleicht nicht sehr bekannt. Deshalb sitzt man aufrecht auf der Rodel. Das Rodeln mit dem Kopf voraus heißt man Skeleton und wird nur von Profis im Eiskanal praktiziert. Also nichts für Freizeitrodler*innen. Wer zudem sein Kind mit auf die Rodel nimmt, sollte es immer vor sich auf die Rodel setzen. Dabei sollte das Kind seine Beine gespreizt über die Rodelholme nach außen heben.

8 | Anhalten am Rand und an übersichtlichen Stellen. Beim Losfahren auf freie Bahn achten

Eine schöne Aussicht, ein tolles Fotomotiv oder einfach nur einen Moment fürs Ausrasten: Möglich, aber nur am Rand der Rodelbahn, nie in einer Kurve und nur an gut übersichtlichen Stellen. Und wenn man dann wieder loslegt, geht der Blick nach oben und nach unten, ob die Rodelbahn auch frei ist.

9 | Im Notfall: Unfallstelle absichern, Erste Hilfe leisten, Notruf 112 wählen

Sollte doch ein Unfall auf einer Rodelbahn passieren, so muss die Unfallstelle abgesichert werden – damit nicht nachkommende Rodler*innen auffahren oder sich verletzen. Ebenso muss man dem, der oder den Beteiligten Erste Hilfe leisten und dann den international gültigen Notruf 112 alarmieren, um den Rettungseinsatz zu einzuleiten.

10 | Ausweis- und Hilfeleistungspflicht für alle Beteiligten und Zeugen

Bei Unfällen sind alle Beteiligten und Zeugen dazu verpflichtet, Hilfe zu leisten und den Unfallort nicht zu verlassen. Beim Eintreffen der Rettungsorganisation und der Ordnungshüter muss man sich ausweisen können.

Weitere nützliche Hinweise

NIE mit Skischuhen rodeln: Skischuhe haben kein Profil und durch den hohen, steifen Schaft kann es im Schienbeinbereich leicht zu Brüchen kommen. Zudem geben sie keinen Halt beim Bremsen.

NIE mit Plastikbobs rodeln: Plastikbobs sind für den Gebrauch auf Rodelbahnen absolut ungeeignet, da sie schwer zu manövrieren und zu bremsen sind.

NIE auf Skipisten rodeln: Das Rodeln auf Skipisten ist verboten!

NUR mit Skibrillen: Damit schützt man nicht nur seine Augen, sondern hat auch immer eine klare Sicht auf die Rodelbahn

NUR mit geeignetem Schuhwerk: Empfohlen sind gute, hohe Schuhe mit einem richtigen Profil (z.B. Bergschuhe), das hilft beim Kurven und beim Bremsen

NUR mit Skihandschuhen und Winterbekleidung: beim Rodeln (vor allem beim Kurven) ist man immer mit viel Schnee in Berührung, deshalb sind warme Skihandschuhe sowie warme, schneeabweisende und -feste Winterbekleidung ideal

 

Zur Information: In Italien ist es Pflicht, bei Sportaktivitäten in Skigebieten eine Haftpflichtversicherung vorzuweisen.

So geht Rodeln richtig

Gerades Fahren

Zentral und aufrecht auf der Rodel sitzen. Mit beiden Händen den Rodelriemen halten. Die Arme dabei leicht anwinkeln. Beide Beine nach vorne ausstrecken. Durch das leichte Zurücklehnen des Oberkörpers kann die Geschwindigkeit erhöht werden.

Bremsen

Den Oberkörper aufrichten und dabei den Rodelriemen in Richtung Brust ziehen, damit die Bremskraft erhöht wird. Gleichzeitig beide Schuhsohlen flach und fest auf den Boden drücken. 

Kurven

Das Gewicht in Richtung Kurveninnenseite verlagern, dabei bleibt das Außenbein nach vorne gestreckt. Das Innenbein wird angewinkelt, wobei die Fußsohle flach auf den Boden gedrückt wird. Der Oberkörper dreht sich leicht in die Richtung der Kurve. Durch das Ausstrecken des Innenarms und das Berühren des Bodens mit der Hand wird das Kurvenfahren erleichtert.

Wo finde ich Infos und Tipps zum sicheren Rodeln?

In einigen Südtiroler Wintersportgebieten stehen große Info-Tafeln mit den 10 Verhaltensregeln sowie Tipps zum richtigen Rodeln. Diese Info-Tafeln wurden von den örtlichen Tourismusvereinen und Rodelbahnbetreibern in Zusammenarbeit mit dem Verein “Sicher Rodeln - Slittino Siduro” an folgenden Rodelbahnen aufgestellt:

 

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